Dienstag, 16. August 2011

Selbstgemachter Erfolgsdruck

In meiner Arbeit als Coach stoße ich immer wieder auf das Thema "Erfolgsdruck". Als Anbieter einer Dienstleistung haben einige Tierberufler das Gefühl, sie sind zum Erfolg verpflichtet, weil sie schließlich Geld für ihre Leistung nehmen. Aber ist das wirklich so?

Egal ob als Tierheilpraktiker, Tierphysiotherapeut, Tierarzt oder Hundetrainer, in allen Fällen ist der Erfolg eng mit der Kooperation der Tierhalter verknüpft. Ihr gebt Trainings- oder Therapieempfehlungen, die Umsetzung liegt beim Tierhalter.
Eurer Arbeit sind also Grenzen gesetzt und es ist ein wichtiger Punkt, sich dessen bewusst zu sein.
Ein notwendiger Schritt ist es daher, den Kunden in seiner Verantwortung zu lassen und sie ihm nicht abzunehmen. Wenn es um das Wohl des Tieres geht, ist es verständlich, dass man als Tierberufler nur das Beste möchte und sich engagiert. Ihr geratet aber schnell in eine Leistungsfalle, aus die ihr nur schwer wieder rauskommt. Der Kunde nörgelt immer weiter, weil seine (unrealistischen ) Erwartungen nicht erfüllt werden und ihr strampelt euch ab.

Was tun?
1. Klarheit schaffen und von Beginn an deutlich machen, dass der Erfolg auf der Mitarbeit des Kunden beruht. Ihr stellt ihm, nach bestem Wissen und Gewissen, euer KnowHow zur Verfügung, die Umsetzung liegt bei ihm.
2. Eignet euch eine Vielfalt an Kommunikationstechniken an, um auch mit "schwierigen" Kunden im Gespräch zu bleiben und verbale Giftköder zu entkräften. Auch kann es notwendig sein, die Informationen auf anderem Wege erneut zu vermitteln, weil sie vom Kunden vielleicht nicht verstanden wurden.
3. Lernt eure wunden Punkte kennen und seid aufmerksam, ab wann ihr in das Hamsterrad einsteigt. Kunden haben für Schwächen ein gutes Gespür!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen