Mittwoch, 28. Dezember 2011

Ein erfolgreiches neues Jahr!

Die ruhige Zeit zwischen den Feiertagen nutze ich, um den geplanten Seminaren für 2012 den letzten Feinschliff zu verleihen - Manuela Röthenbacher und ich haben einiges für euch vorbereitet!

Auch wenn ich meinen Wohnort nach Katalonien verlege, finden die Seminare in Deutschland statt. Über die Termine und Veranstaltungsorte informiere ich euch selbstverständlich rechtzeitig.

Bis dahin wünsche ich euch und euren Tieren einen guten Start ins neue Jahr!
Britta Ashoff mit Luna, Jule und Fine

Donnerstag, 8. Dezember 2011

"Wir" gegen "die anderen"

Seit 6 Jahren bin ich nun im Bereich des Hundetrainings aktiv, habe zahlreiche Seminare besucht, viele Trainerkollegen kennengelernt und mich in Foren umgesehen.
Was mir in der letzten Zeit immer mehr auffällt, ist das Gefälle zwischen "uns" und "denen", zwischen "gut" und böse". 

Da wird auf verschiedensten social media Plattformen der virtuelle Zeigefinger erhoben und auf alle geschimpft, über alle gelästert - egal ob Hundetrainer oder Kunden-, die einen anderen Weg gehen als den eigenen vermeintlich "politisch korrekten". 

Ja, auch ich habe eine Philosophie, wie ich mit meinen Hunden lebe und wie ich mir Hundeerziehung vorstelle. Diese ist aus persönlichen Erfahrungen und meinen Werten gewachsen. Ich kann sie anderen vorleben, aber nicht aufzwingen. 

Viele Hundetrainer leben den Tieren gegenüber absolute Gewaltfreiheit. Hier wird Gewalt sehr genau definiert und beginnt teilweise schon bei einem lauter gesprochenen Wort.
Ist es nicht auch eine Form der Gewalt, sich über andere lustig zu machen, sie verbal anzugreifen oder abzuwerten? 

Mahatma Gandhis Spruch trifft es genau auf den Punkt "Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt."
Anstatt auf andere zu zeigen, sollten wir uns auf uns selber konzentrieren - damit haben wir alle genug zu tun!

Mittwoch, 30. November 2011

Das Leben ist nicht schwarz-weiß

Verfasst von Manuela Röthenbacher (Kontakt per E-Mail)
Manuela ist technische Unternehmensberaterin und Hundebesitzerin. 
Bei EasyDogs ist sie außerdem der Organisationscoach.

Das Leben ist nicht schwarz-weiß
Glauben Sie daran, dass Computer die wirkliche Welt abbilden können?
An die binäre Logik, dass etwas entweder an oder aus ist?
Dass es zwischen diesen beiden Extremen nichts gibt?


Ich bin mir sicher, dass die meisten jetzt sagen werden: Nein, es gibt so viel zwischen Himmel und Erde, das man so oder so sehen kann.

Und trotzdem gibt es zu allen möglichen Themen immer wieder absolute Aussagen, die dazu führen, dass Menschen sich über Dinge streiten, die mehr mit dem Glauben, als mit der Realität zu tun haben.

Von Menschen, die mit Tieren arbeiten, habe ich schon so einige Dinge gehört, bei denen ich mir überlege, ob sie der Sache dienlich sind.

‘Wenn Sie jetzt dem Hund nicht zeigen, dass Sie der Boss sind, dann wird er Sie nie wieder im Hause dulden’ oder auch ‘Wenn Sie nicht auf dieses oder jenes Futter wechseln, dann kann Ihr Hund nicht gesund werden’.


Wenn Tierhalter solche Aussagen untereinander austauschen, so kann ich das durchaus verstehen. Sie haben ihre Meinung und vielleicht ihre Erfahrungen mit ihrem eigenen Tier gemacht.


Bei Menschen, die mit Tieren arbeiten (z.B. Hundetrainer, Tierärzte, Tierpsychologen, Tierhomöopathen etc.), können solche Aussagen dazu führen, dass die Kunden einem nicht mehr glauben. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine absolute Aussage getroffen (Dieser Hund wird krank bleiben, wenn Sie ihm das billige Futter weiter füttern) und diese tritt nicht ein. Damit hätten Sie sich dann einen Bärendienst erwiesen, denn der Kunde oder ehemalige Kunde wird Ihnen nicht mehr trauen und im schlimmsten Falle wird er dies auch seinen Bekannten erzählen.

Sie hätten den Kunden verloren und können dem Hund nicht mehr helfen. Das war sicher nicht die Reaktion, die Sie mit Ihrer Aussage hervorrufen wollten.


Was können Sie machen, um nicht in diese Falle zu tappen?

Überprüfen Sie, ob Ihre Aussagen tatsächlich Allgemeingültigkeit haben. Gibt es nicht vielleicht doch Fälle, in denen es anders gelaufen ist? Ist das, was Sie sagen möchten, uneingeschränkt so anzutreffen? Oder gibt es Ausnahmen?


Falls dies der Fall ist, so formulieren Sie einfach anders. "Oft", "Meistens", "Meiner Erfahrung nach" sind gute Worte, die Ihnen dabei dienlich sind.


Spielen wir das doch einmal an einem Beispiel durch:

Sie sind der Meinung, dass der Einsatz von Strafe bei einer Ausbildung des Hundes nichts zu suchen hat.

Sie könnten nun dem Kunden sagen: "Strafe nützt nichts, da sich das Verhalten verschlechtern wird".
Nehmen wir an, der Kunde hat einen Nachbarn, dessen Hund sich mit Strafe wunderbar hemmen lässt. Dann wird er Ihnen widersprechen und Sie haben Ihre Glaubwürdigkeit herabgesetzt.

Besser wäre es, wenn Sie dem Kunden erklären würden, dass Strafe sehr wohl wirksam sein kann, dass sie dafür aber im für den Hund genau richtigem Maße einwirken müssten und dies sehr schwer ist, richtig zu machen.

Ferner verändert Strafe auch immer die Beziehung zu dem, den man straft. Sie könnten dann den Kunden fragen, in welche Richtung das die Beziehung ändern könnte.


Somit holen Sie den Kunden dort ab, wo er steht. Er hat schon gesehen, dass es funktioniert hat, er kennt aber nicht die Risiken.

Was er dann macht, das ist in seiner Hand.

Sie erklären ihm die Hintergründe und was man abwägen muss. Dafür sind Sie der Experte.


Sehen Sie sich als Wegbegleiter für Ihren Kunden und seine Tiere. Sie dürfen Ihr Wissen an Menschen weitergeben, die dieses Wissen noch nicht haben und helfen diesen so, schneller zu guten Ergebnissen zu kommen, als dies ohne Ihre Hilfe möglich wäre.

Nehmen Sie dieses gute Gefühl mit in Ihre Arbeitswoche.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.



Donnerstag, 24. November 2011

Was ist (mir) meine Leistung wert?

Tierberufler sind in der Regel Einzelunternehmen und verfügen selten über große finanzielle Rücklagen. Umso wichtiger ist es, dass sie ihre Leistung zeitnah bezahlt bekommen. 

Im Gespräch mit Tierberuflern stelle ich jedoch fest, dass bestimmte Fehler weit verbreitet sind.
1. Preise von vornherein viel zu niedrig zu kalkulieren.
2. Großzügige und zum Teil unnötige Preisnachlässe aus Angst, den Kunden zu verlieren
3. Rechnungen zu spät stellen. Beim Ausstellen der Rechnung kämpfen sie zudem mit einem "schlechten Gefühl"
4. Sie lassen sich vom Kunden bezüglich der Bezahlung vertrösten.

All diesen Verhaltensweisen kann man nicht einfach weg reden. Wer beim Schreiben einer Rechnung ein schlechtes Gefühl hat, dem fehlt unter Umständen ein Gefühl für seinen eigenen Wert. Hier heißt es dann, an diesem Punkt zu arbeiten, dann fällt auch das Rechnung schreiben leichter.

Viele Tierberufler rechnen ihre Leistung bar ab und fangen beim Nennen des Betrags fast an zu Nuscheln. Dabei haben sie als Unternehmer eine Leistung erbracht. Sie haben also ihren Teil der Vereinbarung erfüllt, nun ist der Kunde am Zug.
Einem Bäcker ist es auch nicht unangenehm, Ihnen den Preis für seine Backwaren zu nennen. Es scheint also um etwas anders zu gehen, nämlich das Anerkennen der eigenen Leistung und der investierten (Lebens-)Zeit. 

Drehen Sie das Ganze doch einfach mal um. Wie geht es Ihnen, wenn Sie von einem Unternehmen eine Rechnung erst sehr spät bekommen? Erzeugt das ein Gefühl von Seriosität oder eher Nachlässigkeit?
Wenn Ihnen jemand direkt mit hohen Rabatten entgegenkommt: Lässt Sie das nicht manchmal misstrauisch werden, ob die Qualität dann auch stimmt? 

Wenn ich einkaufe, bin ich mir bewusst, dass ich an der Kasse für die Produkte bezahlen muss. Wenn jemand Ihre Leistung in Anspruch nimmt, ist dies ebenfalls mit einem Preis verbunden.
Und wenn es Ihnen (finanziell) gut geht, können Sie umso entspannter anderen Gutes tun!
Also, trauen Sie sich, zeitnah einen Ausgleich für Ihre Arbeit einzufordern.

Sonntag, 2. Oktober 2011

Hundetrainer- Beruf und Berufung

Heute stelle ich euch eine tolle Kollegin vor, Manuela Röthenbacher. 
Gemeinsam bieten wir ab Anfang 2012 Seminare rund um die Existenzgründung und Existenzfestigung in einem Tierberuf an.
Manuela ist technische Unternehmensberaterin und Hundebesitzerin. 
Bei EasyDogs ist sie außerdem der Organisationscoach.

Ich freue mich auf weitere Beiträge von ihr und eine erfolgreiche Zusammenarbeit!


Hundetrainer - Beruf und Berufung 

In den letzten Jahren habe ich tiefen Einblick in den Markt für Hundetraining bekommen.
Zuerst, weil ich selbst einen Hundetrainer für die Arbeit mit mir und meinem Hund gesucht habe.

Meine Leidenschaft ist das Beobachten und Analysieren. Und so habe ich mich auch damit beschäftigt, wie Hundetrainer argumentieren, sich präsentieren und mit Kollegen umgehen.
Ich hörte, las und schaute mir an, wie Hundetrainer Hunde und deren Menschen einschätzen und über sie sprechen.
Bei vielen Seminaren und Vorträgen habe ich immer wieder zugehört, wie über Kollegen gesprochen wurde und wie ihre Qualifikation und praktische Arbeit eingeschätzt wurde.

Dabei ist mir aufgefallen, dass “Hundetrainer sein” ein sehr spezieller Beruf ist. Kaum ein Trainer hat diesen Beruf als ersten gewählt und ist nach der Schule auf die Suche gegangen, mit welcher Tätigkeit in Zukunft der Lebensunterhalt gesichert wird.
Die meisten Hundetrainer sind über den eigenen Hund, der womöglich noch problematisch war und man Hilfe dafür gesucht hat, zu dieser Berufswahl gekommen.
Somit ist beim Ergreifen dieser Tätigkeit schon sehr viel an emotionaler Energie geflossen. Im besten Falle war ein Familienmitglied, der eigene Hund, involviert.

Mit diesen Gedanken verwundert es mich gar nicht mehr so sehr, wenn ich den Umgang der Hundetrainer miteinander betrachte.

Nachvollziehbar für mich wäre es, wenn Hundetrainer sich nach ihren ‘Richtungen’ vernetzen und zusammenhalten. Die Hundetrainer, die glauben, dass der Hund dominiert und im Rang eingeordnet werden muss, sind sich in ihrer Argumentation und in ihrem Weltbild ähnlich. Ebenso stellen die Trainer, die der Meinung sind, dass im Training nicht nur Verhalten, sondern auch Emotionen zu beachten und einzubeziehen sind, eine homogene Gruppe dar.

Mein Eindruck ist, dass es zahlreiche Verbände, Netzwerke und kleine Grüppchen gibt, die jedoch immer “in Bewegung” sind und sehr stark von einzelnen Persönlichkeiten und Meinungsmachern beeinflusst werden. Zu Beginn meiner Beobachtungen hat mich diese Tatsache sehr verwundert. Erst, als mir klar wurde, was den Hundetrainerberuf von anderen Berufen unterscheidet, nämlich die Emotionalität, die damit verbunden ist, konnte ich auch verstehen, warum sich viele Hundetrainer gegen ähnlich arbeitende Hundetrainer stark abgrenzen wollen.
Zum einen sind in diesem Beruf viele Frauen anzutreffen. Und ob es nun ein Vorurteil ist oder der Wahrheit entspricht, möchte ich dahingestellt lassen - oftmals dachte ich an Büros und Werkhallen, in denen nur Frauen arbeiten. Wie dort auch, konnte ich erleben, dass viele Einzelkämpfer arbeiteten, die mit listigem Einsatz ihrer Ellenbogen an den Kollegen kaum ein gutes Haar gelassen haben.
Ferner hat der Hundetrainer so viel Herzblut und Energie aufgewendet, um sein Wissen zu erwerben und dies auszubauen, dass er selbst glaubt, DER EXPERTE zu sein.

Dabei sind die Zeiten der Einzelkämpfer vorbei.
Der Markt der einzeln arbeitenden Hundeschulen ist eng geworden. In jedem größeren Dorf gibt es mindestens eine Hundeschule, in manchen Städten in der gleichen Straße sogar zwei.

Schauen Sie sich um und verändern Sie Ihren Blickwinkel. Es gibt viele Hundetrainer, die so arbeiten, wie Sie auch! Auch diese Trainer haben viel Zeit und Energie aufgewendet, um sich auszubilden und sind Experten geworden. Wie Sie auch.
Sie sind nicht der Goldfisch im Karpfenteich, sondern einer von vielen Karpfen im Karpfenteich.

Doch was können Sie konkret und heute tun, um als goldener Karpfen im Karpfenteich aufzufallen und somit auch in Zukunft erfolgreich als Hundetrainer auf dem Markt bestehen zu können?
Nützen Sie das Wissen, dass es auf dem Markt gibt: Holen Sie sich Unterstützung bei einem Coach, der Sie stärkt und Ihnen Impulse gibt. Bilden Sie auch Ihre persönlichen Fähigkeiten im Umgang mit Menschen und im geschäftlichen Umfeld weiter. Schauen Sie sich um, welche Hundeschulen mit Ihnen kooperieren könnten und schließen Sie sich passenden Netzwerken an, in denen Sie sich engagieren. “Tote Netzwerke”, in denen jeder ausschließlich auf die Aktivität der anderen vertraut, sind Zeitfresser und bringen Sie nicht weiter.
Nicht der Wunsch danach, anderen helfen zu wollen, sollte Ihr Antrieb sein, sondern Sie sollten von Ihrer Hände Arbeit leben können und sich das auch Wert sein.
Probieren Sie es aus, leben Sie Ihren Traum und träumen Sie nicht Ihr Leben.


Sonntag, 25. September 2011

Wenn Tiere sterben

Aus aktuellem Anlass werde ich selber mit diesem Thema konfrontiert. Ich habe nicht nur beruflich mit Tieren und Menschen zu tun, sondern in erster Linie bin ich selber leidenschaftliche Hundemutter.
Am Freitag habe ich durch meine Tierärztin erfahren, dass meine Seniorenhündin Fine Lymphdrüsenkrebs hat. So eine Nachricht zu überbringen, ist sehr schwer! Meine Tierärztin hat dabei viel Einfühlungsvermögen an den Tag gelegt. Sie hat diese Hiobsbotschaft nicht rein sachlich übermittelt, sondern mich ihre eigene Betroffenheit spüren lassen.

Dies ist ein sehr schwieriger Punkt. Wie stark muss man in einem Tierberuf sein, um mit solchen Momenten umzugehen? Und wie viel eigene Betroffenheit darf man zeigen bzw. kann ein Tierbesitzer aushalten?
Hierfür gibt es keine Patentlösung. Es erfordert einerseits viel Fingerspitzengefühl des Tierberuflers dem Kunden gegenüber, andererseits eine sehr genaue Selbstreflektion für das eigene Befinden.
Aus Kundensicht kann ich sagen, dass es für mich wichtig war, traurig und geschockt sein zu  dürfen. Am Tag der Diagnose war mir nicht nach "das gehört zum Leben dazu" oder "sei dankkbar für die schöne Zeit" oder "sei froh, dass du sie nicht leiden lassen musst.
Ich war, und bin es noch immer, tieftraurig! Meine Tierärztin hat genau das ausgesprochen und gesagt "Das ist ein schlimmer Moment"

Anerkennen, was ist, das Unaussprechliche aussprechen - das ist eine wichtige Voraussetzung in der Veränderungsarbeit mit Menschen. "Anerkennen" ist nicht gleichzusetzen mit "hinnehmen", sondern lediglich akzeptieren, dass es so ist. Man kann den Blick nicht mit einer Brechstange nach vorne richten - für diese Umorientierung braucht es Zeit.
 
Trauer, Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Angst, all diese Gefühle haben ihre Daseinsberechtigung! Und genau da liegt die Anforderung an den Tierberufler. Er muss selber einen Umgang damit finden, wenn ein Kunde z.B. in Tränen ausbricht. Auf keinen Fall sollte er mit Aufmunterungsparolen um sich werfen, sondern stattdessen vermitteln, dass es in Ordnung ist zu weinen. Die Tränen hören irgendwann von selber auf zu fließen, lasst den Kunden die Zeit, die sie brauchen.

Seit Freitag werde auch ich immer wieder von Weinattacken überrollt, die in Wellen über mich hineinbrechen. Aber sie werden weniger und ich bekomme langsam wieder Halt unter den Füßen. Es ist für mich gerade ganz wichtig von Menschen umgeben zu sein, die meine Trauer akzeptieren, die für mich da sind. Meine Tierärztin gibt mir Halt, weil sie den schwierigen Spagat zwischen medizinischen Informationen und warmherzigen Mitgefühl meistert. Wie viel Kraft ihr das selber abverlangt, weiß ich nur zu gut....

Sonntag, 18. September 2011

Wie Worte wirken

  • Im Einzelunterricht kann ich Ihnen und Ihrem Hund die ganze Aufmerksamkeit entgegenbringen 
  • Im Einzelunterricht bringe ich Ihnen und Ihrem Hund die ganze Aufmerksamkeit entgegen 
  • Im Einzelunterricht stehen Sie und Ihr Hund im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit
  • Im Einzelunterricht bekommen Sie meine volle Aufmerksamkeit
  • oder, oder, oder....
Alle Sätze sagen das Gleiche aus, aber jeder wirkt dennoch anders auf den Leser. Durch welchen Satz fühlst du dich am meisten angesprochen?

Worte wirken! Bevor du einen Text für z.B. deine Webseite schreibst, solltest du dich deshalb fragen: Wen möchte ich ansprechen/wer ist meine Zielgruppe? Welchen Nutzen hat der Leser von dieser Information?  Was möchte ich bewirken/was soll der Leser tun?
Viele Webseitentexte dümpeln im Sumpf der Belanglosigkeit vor sich hin. Sie haben keinen wirklichen Informationsgehalt oder es fehlt eine konkrete Handlungsaufforderung.


Wie wirkt dieser Satz auf dich?
"Sollten vereinbarte Termine nicht eingehalten werden können, bitte ich Sie, mich mindestens 24 Stunden vorher davon in Kenntnis zu setzen. Andernfalls muss ich Ihnen die Kosten für die Einzelstunde im vollen Umfang berechnen."
"Ich muss Ihnen die Kosten berechnen" - Muss er/sie das?
Tipp: Versteck dich nicht hinter Floskeln.
"Sollten Termine nicht eingehalten werden können" - Von wem?
Tipp: Rede den Kunden direkt an.

Und stattdessen diese Variante?

Sie können einen vereinbarten Termin nicht einhalten? Bitte sagen Sie mir spätestens 24 Stunden vorher Bescheid, damit ich den Termin anderweitig vergeben kann. Bei einer späteren Absage berechne ich die Stunde im vollen Umfang"

Spare nicht an guten Texten, denn im schlechtesten Fall zahlst du drauf. Entweder, weil du die falschen Kunden bekommst oder gar keine.
Du benötigst beim Schreiben Unterstützung? Gerne übernehme ich deine Schreibarbeit und erstelle dir "tierisch gute Texte". Meine Erfahrung als Redakteurin in einem Großkonzern garantiert dir, dass die Worte wirken und deine Kunden erreichen!

Freitag, 9. September 2011

Interview mit Oliver Kirsch, Puntobiz

Im heutigen Beitrag möchte ich euch gerne Oliver Kirsch vorstellen. Er ist Geschäftsführer der Puntobiz GmbH und betreibt das Internetportal www.tierversicherung.biz.

Britta Ashoff: "Herr Kirsch, wie kam es zu Ihrer Spezialisierung "Versicherungen rund ums Tier?"
Oliver Kirsch: "1999 war meine Schwester und heutige Mitarbeiterin Anja Kirsch auf der Suche nach einer Versicherung für ihren Bernhardiner. Sie hatte das Ziel, nach ihrem Abitur ins Ausland zu reisen und wollte ihren Hund zuvor ausreichend absichern.
Der erste Weg führte sie zum Vertreter einer örtlichen Versicherungsagentur. Eine Krankenversicherung befand sich nicht in seinem Sortiment, dafür jedoch eine Hundehaftpflicht für stolze 220DM.
Auch im Internet fand sie damals keine vernünftige Lösung.

Meine Schwester wandte sich damals an mich und meinen Partner Oliver Janes. Wir waren damals bereits als Versicherungsmakler tätig und so bat sie uns um Hilfe.
Die Informationsbeschaffung gestaltete sich zwar schwierig, aber trotz allem konnten wir ihr den gewünschten Versicherungsschutz besorgen.
Wir fassten den Entschluss ein Portal für Tierbesitzer zu schaffen, welches sich ausschließlich auf Tierversicherungen konzentriert und zugleich einen hohen informativen Nutzen für Interessenten hat. In der Tat, es gab vor uns keine Internetseite, die uneingeschränkt dieses Thema behandelte.

Mittlerweile sind wir als Makler mit Tierversicherungen bundesweit tätig und bieten unseren Kunden zahlreiche Versicherungsmöglichkeiten an. Frau Anja Kirsch arbeitet seit einigen Jahren bei unserem Projekt mit und trägt mit ihren Ideen regelmäßig zu Verbesserungen bei.

Britta Ashoff:  "Was zeichnet denn das Team von Tierversicherung.biz aus?"
Oliver Kirsch: "
Fachkompetenz, Liebe zum Tier, Kundenfreundlichkeit, Ehrlichkeit, faire Tarife"
Britta Ashoff: "Welches ist das außergewöhnlichste Tier, das Sie im Moment versichert haben?
Oliver Kirsch: "Wir haben drei Affen versichert, das ist schon etwas Besonderes."
Britta Ashoff: "Welches ist der häufigste Fehler, den Kunden machen, der Ihnen immer wieder unterkommt?

Oliver Kirsch: "Der häufigste Fehler ist, dass Kunden den Tarif ausschießlich nach dem Preis auswählen. Entscheidend ist aber das Preis-Leistungsverhältnis. Was nutzt eine billige Versicherung, die extrem hohe Selbstbeteiligung hat, viele Leistungen ausschließt oder entstandenen Schaden schlecht und langsam abwickelt. Wir bieten daher nur Tarife mit einem umfangreichen Leistungskatalog und einer vernünftigen Schadensregulierung an.
Britta Ashoff: "Wenn Sie selbst ein Tier wären, dann wären Sie welches?"
Oliver Kirsch: "Jedes Tier ist interessant und einzigartig. Ich würde gerne jeden Tag in eine andere Rolle schlüpfen"


Freitag, 2. September 2011

Wunde Punkte

Kennt ihr eure wunden Punkte, die euch in Wallung versetzen? Themen, bei denen ihr rot seht?
Ein paar Beispiele, was ich meine:
  • Ein Kunde fasst sein Tier grob an (z.B. im Nacken, um es zu tragen). Du siehst es und würdest am liebsten aus der Haut fahren!
  • Jemand äußert die Bemerkung "Man kann es mit Tierschutz auch übertreiben". Du merkst, wie dein Blut in Wallung gerät!
  • Der Kundenhund wird unsanft von seinem Menschen zur Seite geschubst. "So kann der doch nicht mit seinem Tier umgehen?!"
  • Ein Hund hat während einer Behandlung Angst und bellt, sein Mensch schreit ihn daraufhin an! "Der hat ja wohl überhaupt keine Ahnung und macht alles nur noch schlimmer!"
Aus meiner persönlichen Erfahrung ist es sinnvoll, sich dieser "Tretminen" bewusst zu werden und diese zu reflektieren. In uns werden bestimmte Bedürfnisse und Gefühle angesprochen und wir fühlen uns mit unserer Ansicht im Recht. Wenn ich allerdings mit dem anderen im (guten) Kontakt bleiben möchte, sollte ich einen Weg finden, mit meinen Gefühlen umzugehen, anstatt mich von ihnen wegreißen zu lassen. 
Unsere Gefühle werden davon beeinflusst, was wir denken. Also sind es deine Bewertungen, deine Maßstäbe, die den Ärger hervorrufen. Das Verhalten des anderen ist, ganz neutral beobachtet, weder gut noch schlecht. Erst unser persönliches Urteil führt zu dem Konflikt.

Mach dir dies immer wieder bewusst und schaffe innerlich Distanz. Oft kann es helfen, in ein konstruktives Gespräch zu gehen, wobei  konstruktiv bedeutet: frei von Vorwürfen! Einen hilfreichen Ansatz bietet hierfür die gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg.

Ein anderer Ansatz ist es, sich im Achtsamkeitstraining zu üben und sich seiner Gedanken und Gefühle bewusst zu werden. Je besser ich innere Prozesse wahrnehme, umso weniger impulsiv handele ich. 

Tatsachen zu akzeptieren bedeutet nicht, sie einfach hinzunehmen. Erst einmal sind die Dinge aber so, wie sie sind. Im nächsten Schritt kannst du dann überlegen, welcher Weg nun wirklich sinnvoll ist und eine bewusste Entscheidung treffen.

Sonntag, 28. August 2011

Ich kann Sie nicht verstehen?!

Das Leid mit der ständigen Erreichbarkeit: Einerseits möchtest du, dass Kunden dich jederzeit erreichen können, andererseits ist es in einigen Situationen einfach unpassend.

Obwohl dich der Anrufer nicht sehen kann, spürt er dennoch, ob du aufmerksam zuhörst oder gedanklich woanders bist.

Für ein gutes Telefonat solltest du daher ein paar Punkte beachten:

  1. Nimm dir Zeit! Wichtige Telefonate zwischen Tür und Angel sind für beide Seiten unbefriedigend. Wenn ein Interessent/Kunde anruft und es für dich gerade nicht passt, vereinbare einen zeitnahen Rückruf.
    Sage dem Anrufer, dass es dir wichtig ist, in Ruhe mit ihm zu telefonieren, um dich auf sein Anliegen konzentrieren zu können. So fühlt er sich von Beginn an ernstgenommen und weiß, woran er ist.
  2. Sorge für eine ungestörte Gesprächsatmosphäre. Straßenlärm, Hundegebell, lauter Wind, tobende Kinder oder klapperndes Geschirr (alles schon erlebt...) sind nicht nur extrem störend, sondern wirken auch unprofessionell. Der Anrufer merkt, dass du Multitasking machst und fühlt sich dadurch im schlimmsten Fall nicht wertschätzend behandelt. 
  3. Nicht während einer Behandlung/Trainingsstunde telefonieren!
    Auch im Zeitalter von Handys ist es nicht notwendig, jederzeit erreichbar zu sein! Wobei du im Grunde jederzeit erreichbar bist, wenn du deinen Anrufbeantwortet einschaltest. Wenn du in Behandlung/im Training bist, gilt diese Zeit ausschließlich dem Kunden. 
  4. Schalte das Telefon für Behandlungen/Trainings auf lautlos. 
  5. Sollte es dennoch einmal so sein, dass du einen wichtigen Anruf erwartest, sag deinem Kunden vorher Bescheid. "Herr/Frau xxx, ich erwarte einen dringenden Anruf. Deshalb kann es ausnahmsweise sein, dass ich während unseres Termins ans Telefon gehen muss. Ist das für Sie in Ordnung?"
    Halte dich dann dennoch kurz und bedanke dich bei deinen Kunden für Ihre Geduld.
     
Das klingt selbstverständlich? Umso besser! Leider habe ich selber schon oft genug das Gegenteil erlebt und weiß aus Kundensicht, dass es einen faden Beigeschmack hinterlässt.

Du hast Angst, dass ein Interessent abspringt, weil du nicht sofort erreichbar bist? Erreichbar zu sein heißt nicht, jederzeit persönlich ans Telefon gehen zu müssen. Du kannst jedoch einen zeitnahen Rückruf zusichern und so direkt auch deine Zuverlässigkeit zeigen.
Und ich persönlich arbeite am liebsten mit Kunden, die auch einen Funken Geduld mitbringen ;-)





    Dienstag, 16. August 2011

    Selbstgemachter Erfolgsdruck

    In meiner Arbeit als Coach stoße ich immer wieder auf das Thema "Erfolgsdruck". Als Anbieter einer Dienstleistung haben einige Tierberufler das Gefühl, sie sind zum Erfolg verpflichtet, weil sie schließlich Geld für ihre Leistung nehmen. Aber ist das wirklich so?

    Egal ob als Tierheilpraktiker, Tierphysiotherapeut, Tierarzt oder Hundetrainer, in allen Fällen ist der Erfolg eng mit der Kooperation der Tierhalter verknüpft. Ihr gebt Trainings- oder Therapieempfehlungen, die Umsetzung liegt beim Tierhalter.
    Eurer Arbeit sind also Grenzen gesetzt und es ist ein wichtiger Punkt, sich dessen bewusst zu sein.
    Ein notwendiger Schritt ist es daher, den Kunden in seiner Verantwortung zu lassen und sie ihm nicht abzunehmen. Wenn es um das Wohl des Tieres geht, ist es verständlich, dass man als Tierberufler nur das Beste möchte und sich engagiert. Ihr geratet aber schnell in eine Leistungsfalle, aus die ihr nur schwer wieder rauskommt. Der Kunde nörgelt immer weiter, weil seine (unrealistischen ) Erwartungen nicht erfüllt werden und ihr strampelt euch ab.

    Was tun?
    1. Klarheit schaffen und von Beginn an deutlich machen, dass der Erfolg auf der Mitarbeit des Kunden beruht. Ihr stellt ihm, nach bestem Wissen und Gewissen, euer KnowHow zur Verfügung, die Umsetzung liegt bei ihm.
    2. Eignet euch eine Vielfalt an Kommunikationstechniken an, um auch mit "schwierigen" Kunden im Gespräch zu bleiben und verbale Giftköder zu entkräften. Auch kann es notwendig sein, die Informationen auf anderem Wege erneut zu vermitteln, weil sie vom Kunden vielleicht nicht verstanden wurden.
    3. Lernt eure wunden Punkte kennen und seid aufmerksam, ab wann ihr in das Hamsterrad einsteigt. Kunden haben für Schwächen ein gutes Gespür!

    Sonntag, 7. August 2011

    Welcher Kommunikationstyp bist du?

    Wenn man mit Menschen arbeitet, ist ein breites Spektrum an Kommunikationswissen sehr hilfreich, um besseren Zugang zum anderen zu finden. Deshalb stelle ich euch heute etwas aus dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP) vor, drei Repräsentationskanäle.

    • visuell (mit den Augen)
    • auditiv (mit den Ohren)
    • kinästhetisch (spüren)
    In der Regel hat jeder von uns zwei bevorzugte "Repräsentationskanäle".

    Ein visueller Mensch nimmt seine Umgebung überwiegend mit den Augen wahr. Er denkt viel in Bildern und drückt sich auch in seiner Sprache bildlich aus. "Das ist doch klar", "Da sehe ich schwarz", "Es ist mir schleierhaft". Er kann Bilder in rasendem Tempo in seinem Kopf abrufen und ist in seiner Sprechweise häufig sehr schnell. 

    Den auditiven Typ erkennt man an Ausdrücken wie "Das hört sich gut an", "Das schreit zum Himmel", "Der will die erste Geige spielen". Er kann gut zuhören, spricht ruhig und achtet auf Wortwahl und Satzbau. Wenn er nachdenkt, denkt er in Worten und Sätzen statt in Bildern. 

    Der Kinästhet muss Dinge "begreifen", es "juckt" ihn nicht oder er könnte "aus der Haut fahren". Er spricht langsam und mit einer eher tieferen Stimme. Er will wissen, wie sich Dinge anfühlen und sucht z.B. häufiger Körperkontakt (Umarmung, kleine Berührungen).

    Wenn nun zum Beipsiel der visuelle und der kinästhetische Typ aufeinandertreffen, wird es spannend. Der eine ist extrem schnell, dem anderen geht es zu schnell. Sie reden über das Gleiche und dennoch aneinander vorbei. Der eine fragt "Welche Bilder schießen dir dabei durch den Kopf?", der andere: "Wie fühlst du dich dabei?". All das kann dazu führen, dass die Informationen nicht beim Gegenüber ankommen.

    Was bedeutet das für deine Arbeit?
    Lerne zuerst einmal deinen eigenen Kanal kennen, indem du auf deine Sprache achtest. Dann kannst du im Alltag bei Gesprächen genauer hinhören und deine Wahrnehmung trainieren. Übe, dich in den anderen Kanälen auszudrücken und dein Repertoire zu erweitern. So kannst du deine Kommunikation gezielt auf deine Kunden ausrichten und sie erreichen - dem einen muss man Dinge zeigen, dem nächsten erklären und der dritte braucht "learning bei doing".

    Sonntag, 31. Juli 2011

    Professioneller Webauftritt für Tierberufe

    Heutzutage hat fast jeder eine Webseite für sein berufliches Angebot.
    Bei meiner Recherche für diesen Artikel habe ich mir zahlreiche Webseiten angesehen, von Tierheilpraktikern, Hundetrainern, Tierschutzvereinen,...
    Das Ergebnis war ernüchternd: Kaum eine Seite hat es geschafft, mich als Leser zu fesseln und das, obwohl ich mich nun wirklich für tierische Angebote interessiere!

    Deshalb heute ein paar Dos und Don`ts für euren Internetauftritt. 

    Dos:
    1. Die Texte müssen gut leserlich sein, die Schrift ausreichend groß und deutlich. Lasst immer jemanden Korrektur lesen, auch inhaltlich. 
    2. Beschränkt euch auf das Wesentliche. Niemand hat Lust oder Zeit, sich durch ellenlange Texte zu wühlen. 
    3. Welchen Nutzen bietet ihr dem Kunden? Sprecht seinen Bedarf an! 
    4. Weniger "ich" oder "wir", dafür eine deutliche "Sie"-Ansprache. 
    5. Haltet die Seite aktuell und pflegt sie regelmäßig, damit sie nicht zu einer "Internetleiche" wird.
    Don`ts:
    1. Verschnörkelte Schriftarten - wirken zu verspielt und sind schlecht lesbar. 
    2. Schlechte Bildqualität - was wollt ihr mit den Bildern ausdrücken? Beschränkt euch lieber auf wenige, dafür qualitativ gute Fotos. 
    3. Animationen. Ich persönlich empfinde es als absolut störend, wenn mir Hundepfoten durch den Text rieseln oder sich ständig irgendwo ein Banner/Bild bewegt. 
    4. Kein Foto von euch oder eines, das maximal in die Privatgalerie gehört.
    5. Fachchinesisch weglassen, dafür allgemeinverständlich schreiben. Geht davon aus, dass der Kunde keine oder wenig Ahnung hat und holt ihn genau da ab.
    Es liegt in eurer Hand, wie der Auftritt eures Unternehmens aussieht! Für einen ersten Eindruck gibt es allerdings keine zweite Chance....

    Du möchtest wissen, wie du deine Seite ansprechend gestaltest und Texte richtig formulierst? Dann komm zu meinem Workshop "Professioneller Webauftritt für Tierberufe" am 24.09.2011 in Bad Honnef. Die genaue Seminarbeschreibung findest du hier.

    Samstag, 23. Juli 2011

    Davon kann man nicht leben

    "Vom Einkommen als Hundetrainer (Tierheilpraktiker, Tierphysiotherapeut,...) kann man nicht leben", "Das geht höchstens als 2tes Standbein".
    Diesen Satz höre ich immer wieder, sowohl von Neugründern als auch von Tierberuflern, die schon eine Zeit praktizieren.
    Stimmt das denn wirklich? Kann man von einem Tierberuf nicht leben? 
    Nein, das stimmt so nicht. Es gibt genügend  Menschen, die von ihrem Tierberuf sehr gut leben können.
    Vielmehr wirken die oben genannten Sätze wie eine selbstbestätigende Prophezeiung. 
    Wer fest genug daran glaubt, dass er davon nicht leben kann, wird genau dieses Ergebnis erzielen.

    "Deine Gedanken erschaffen die Wirklichkeit"
    Wie bei jeder Selbstständigkeit kommt es letztendlich darauf an, richtig zu gründen, authentisches Marketing zu betreiben und seine Preise richtig zu kalkulieren. Wer dann noch auf sich und seine Fähigkeiten vertraut, wird auch erfolgreich sein - auch in einem Tierberuf!

    Sonntag, 17. Juli 2011

    Drum prüfe, wer sich ewig bindet....

    ...ob sich nicht noch ein besserer findet!
    Nein, es geht nicht um die Wahl des Partners, sondern um den Namen für das eigene Unternehmen.
    Wer sich professionell aufstellen möchte, braucht einen seriösen Namen. Aber nicht jeder Name, der einem selber gefällt, kommt auch bei anderen gut an. Gefangen im eigenen Enthusiasmus entsteht manchmal eine Betriebsblindheit, die zu seltsamen oder komplizierten Namenskreationen führen kann.
    Ein Name erzeugt eine Wirkung, die Sie nicht unterschätzen sollten, denn Sie sprechen damit u.a. Bedürfnisse des Kunden an (z.B. nach Kompetenz).

    Testen Sie selbst, welcher Name wirkt auf Sie seriöser?
    • Steffis Kleintierpraxis oder Kleintierpraxis Stefanie Müller
    Ein Name kann eine bestimmte Philosophie zum Ausdruck bringen, ein humorvoller "Türöffner" sein, Kompetenz vermitteln, Vertrauen erwecken oder auch abschrecken.
    Wir alle haben den Wunsch nach Individualität und das darf sich auch im Namen ausdrücken. Achten Sie dennoch darauf, dass der Name einfach und einprägsam ist. Niemandem ist mit einer ausgefallenen Namenskreation gedient, wenn sie sich kein Kunde merken kann. Auch ein 10 minütiger Vortrag über den Sinn oder die Entstehungsgeschichte des Namens sind kontraproduktiv. 
    Es gilt also das goldene Mittelmaß zu finden zwischen Originalität und Einfachheit.
    Bevor Sie dann den Namen öffentlich kundtun, sollten Sie sich auch über mögliche Namensrechte beim Deutschen Marken-und Patentamt informieren.
    Und somit komme ich auf den Titel dieses Themas zurück: Drum prüfe, wer sich ewig bindet...

    Montag, 11. Juli 2011

    Generalisten vs. Spezialisten

    Der Tierberuf-Markt wächst stetig weiter und die Zahl an Mitstreitern nimmt zu. Wie können Sie sich aus der Masse hervorheben? Woher soll der Kunde wissen, dass er mit seinem Anliegen genau bei Ihnen gut aufgehoben ist?

    Wenn ich mich auf den Webseiten verschiedener Tierberufler umschaue, werde ich teilweise von einem breiten "Bauchladen-Angebot" erschlagen.
    Im Bereich der Hundeschulen bieten manche querbeet alles an: vom Agility über Dog-Dancing, Anti-Jagdtraining und Longieren, Problemhundetraining, Welpentraining, und vieles mehr. Das alles wird von nur einer Person abgedeckt und ich frage mich: Wie kann sie alle Sachen gleich gut können? 
    Dann gibt es andere, die sich auf ein Gebiet spezialisiert haben und für dieses Thema als Experten gelten. Sie haben sich das Thema ausgewählt, das ihnen am meisten Freude macht und worin sie am besten sind.

    Zu wem würden Sie eher mit Ihrer Katze gehen, die z.B. Hautprobleme hat? Zu einem regulären Tierarzt oder einem, der sich auf Hauterkrankungen bei Katzen spezialisiert hat?
    Wer wäre Ihre erste Wahl, bei einem jagenden Hund: Die Hundeschule, die einfach alles anbietet oder der Trainer, der als Experte für Anti-Jagdtraining gilt?

    Oft nehmen Kunden sogar eine lange Anfahrt oder höhere Preise in Kauf, nur um von einem Spezialisten betreut zu werden!

    "Finde heraus, was du gerne tust und dann tu`s".
    Wenn Sie etwas wirklich leidenschaftlich gerne machen, dann sind Sie darin auch gut! Und gute Leistung spricht sich rum, so dass Sie immer häufiger genau die Kunden bekommen, die zu Ihnen passen.

    Montag, 4. Juli 2011

    Die Haftung des Hundesitters


    Ein Artikel vom Team der Tierversicherung.biz

    Anhand der folgenden 4 Beispiele wollen wir die Haftung des Hundesitters beleuchten. Diese Fallbeispiele sind die häufigsten Konstellationen, die bei Hundesittern vorkommen.

    Fallbeispiel 1: Der Hund gehört einer Familie mit 2 Kindern. Gehen Ehefrau, Ehemann oder eines der Kinder mit dem Hund spazieren, reicht eine private Hundehaftpflichtversicherung. Sie kommt für Schäden an dritten Personen auf. Verursacht der Hund oder ein ihm ausweichendes Auto einen Unfall, kommt die Hundehaftpflicht für den Schaden am Auto und für Personenverletzungen auf. Nicht versichert sind Schäden, die die Eigentümer selbst durch den Hund erleiden. Je nach Versicherungssumme kostet diese Versicherung ab 50,– Euro pro Jahr.

    Fallbeispiel 2: Bezahlte Hundesitter sind nicht über die private Hundehaftpflicht des Halters versichert. Sie sind für den Hund verantwortlich und müssen für Personen- und auch Sachschäden aufkommen. Bezogen auf das Beispiel des ersten Falles ist er zusätzlich für die Verletzungen, die der Hund erleidet, haftbar zu machen. Deshalb sollten Profi-Hundebetreuer unbedingt eineHundesitter-Haftpflicht abschließen. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen (Hüten bis 5, 10 oder 15 Hunden gleichzeitig) und beinhaltet zusätzlich noch die Privathaftpflicht für den Hundesitter und seine Familie. Wichtig: Werden die Hunde in der Wohnung des Halters betreut und dieser übergibt dafür seinen Wohnungsschlüssel, müssen auch so genannte Schlüsselschäden mitversichert sein. Denn bei Verlust des Schlüssels ist der Hundesitter für den Austausch des Schlosses haftbar zu machen.

    Fallbeispiel 3: Beim Ausführen von Tierheimhunden sollte das Tierheim die zumeist ehrenamtlichen Betreuer gegen Schadensersatzansprüche aus dieser Tätigkeit versichern. Dies setzt meist eine Mitgliedschaft in diesem Tierschutzverein voraus – oder eine eigene Versicherung wird abgeschlossen in Form einer „Gassigeher-Haftpflicht für Tierheimhunde“. Diese kostet ca. 30 Euro pro Jahr und ist nicht tiergebunden.

    Fallbeispiel 4: Die Familie bittet eine Nachbarin, den Hund auszuführen. Sollte sich ein Schadensfall wie im ersten Fall ereignen, so ist dieser genauso abgesichert wie alle Schäden an dritten Personen. Vorausgesetzt, der Versicherer hat die „Hütung durch fremde Personen“ mitversichert. Dies ist aber bei nahezu allen Tarifen auf dem Markt der Fall. Sollte die Nachbarin jedoch vom Hund gebissen werden, kann diese gegen den Hundehalter Ansprüche geltend machen. Dies ist über die Hundehaftpflicht mitversichert. Wichtig ist jedoch, dass das Ausführen des Hundes ein „Freundschaftsdienst“ der Nachbarin war, für den sie kein Entgelt erhalten hat.

    Weitere Informationen finden Sie auf www.tierversicherung.biz und. Besuchen Sie uns auch auf facebook unter  www.facebook.com/tierversicherung.biz.


    Mittwoch, 22. Juni 2011

    Ohne Ziel kein Weg - erfolgreich Hunde trainieren

    Diese Woche ist bei www.hundemeldungen.de ein Gastartikel von mir erschienen, den Sie hier lesen können http://tiny.cc/tqdup

    Viel Spaß und Erfolg beim Trainieren Ihrer Vierbeiner!

    Sonntag, 19. Juni 2011

    Buchdiskussion "Tiere wissen mehr"

    "Tiere wissen mehr - Warum sie unsere Seele berühren und was sie uns lehren" von  Diana Guerrero.
    Anhand verschiedener Anekdoten und ihres eigenen Erfahrungsschatzes berichtet Diana Guerrero über die Weisheit der Tiere und darüber, wie wir von ihnen lernen können.
    Sie greift allgemein bekannte Lebensweisheiten auf und versucht diese anhand von Tierbeispielen zu verdeutlichen.
    Inhaltlich hat mich das Buch direkt angesprochen, denn ich stimme der Autorin zu: Tiere wissen mehr, als wir ihnen häufig zutrauen.

    Leider wird das Buch seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht. Es fehlt ein roter Faden, die Geschichten und Erkenntnissen wirken konstruiert. Mal geht es um die Balance von Arbeiten und Entspannung anhand des Beispiels von Ottern, mal um Mut, Selbstbewusstsein und Stärke bei Eisbären. Selbst innerhalb eines Kapitels wechselt die Autorin die Themen, so dass es schwer ist, ihr zu folgen.
    Frau Guerrero versieht die Tiere mit Etiketten, die wenig damit zu tun haben, was wir tatsächlich durch sie lernen können.
    Wie sie in manchen Situationen konkret auf das schwierige Verhalten, z.B. eines Hundes, reagiert, deutet sie lediglich an und lässt den Leser mit einem Fragezeichen zurück. Beispiel "Als Chester die Grenzen austestete, fiel sein Verhalten extremer aus, und ebenso meine Korrekturen". Dabei ist genau dieser Punkt für mich ein wesentlicher Aspekt: Wenn ich Tiere als mitfühlende Lebewesen respektiere und achte, ergibt sich daraus ein entsprechend respektvoller Umgang. Was darf ich mir aber unter Ihrem Begriff "Korrekturen" vorstellen?

    Das Buch hat auch die eine oder andere Stelle, die mich angesprochen hat, aber im Grunde beläuft sich mein Fazit auf diesen Satz: "Tiere akzeptieren das Leben so, wie es ist. Sie leben ganz in diesem Moment. Sie lehren uns gegenwärtig zu sein und uns nicht in unwichtigen Details zu verlieren"

    Sonntag, 12. Juni 2011

    Die liebe Last mit den Namen

    Sich Namen zu merken, das ist für viele gar nicht so einfach. Wenn man sich dann noch sowohl Namen des Kunden als auch des Tieres merken soll, wird es knifflig.
    Meine Stärke sind Telefonnummern, die schaue ich mir einmal an und habe sie gespeichert. Aber Namen....
    Vor ein paar Jahren kam es durch mein, sagen wir mal lückenhaftes Namensgedächtnis, zu folgender Begebenheit.
    Ich hatte eine Dame mit ihrem Hund "Elvis" im Training. Vom ersten Tag an habe ich Elvis mit "Kevin" angesprochen. Manche Kunden reagieren schon nicht begeistert, wenn man ihren eigenen Namen vergisst, aber sie sind unter Umständen genauso sensibel, wenn es um den Namen des Tieres geht.

    Ich habe mich wirklich bemüht und mir Eselsbrücken gebaut, aber ich habe Elvis weiterhin zum Kevin gemacht. Die Kundin trug es mit Fassung, schließlich wusste sie nach ein paar Stunden, dass ich mit Kevin ihren Hund meinte.
    Und dann kam Tag x: Wir sind mitten im Training und...ich spreche Elvis mit seinem richtigen Namen an!!! War ich erleichtert:-) Dumm nur, dass genau in dem Augenblick das Frauchen mit ihren Gedanken woanders war und meinen Erfolg nicht mitbekommen hat. Also sage ich zu ihr "Gisela, ich habe deinen Hund endlich mit seinem richtigen Namen angesprochen".
    Gisela schaut mich irritiert an und sagt: "Aber ich heiße doch Helga?!"
    Vielleicht sollte ich meine Kunden doch lieber mit einer Telefonnummer versehen....

    Sonntag, 5. Juni 2011

    Gut versichert?

    Bei dem Wort "Versicherung" zieht sich vielen der Magen zusammen. Jeder weiß, dass man sie braucht, aber kaum einer beschäftigt sich wirklich gerne mit diesem Thema. 

    Einer der Gründe dafür ist der fehlende Durchblick durch die zahlreichen Angebote sowie die vielen, komplizierten Klauseln. Umso mehr sind Versicherungen eine Vertrauenssache. 
    Mir geht es da genauso wie Ihnen! Einerseits soll die Versicherung günstig sein, andererseits aber auch alle wichtigen Schadensfälle abdecken. Aber woher weiß ich, welche das sind und ob ich tatsächlich gut versichert bin? Welche Versicherung benötigt ein gewerblicher oder der Betreiber einer Hundepension? Macht es einen Unterschied, ob ich als Hundetrainer auf einem Platz oder mobil trainiere?

    Mein Fachgebiet bezieht sich auf die Arbeit mit Menschen und Tieren. Deshalb freue ich mich, dass Sascha Janes von www.tierversicherung.biz demnächst zu verschiedenen Themen Beiträge verfasst. Er ist auf die Vermittlung von Versicherungen spezialisiert, die sich rund um das Thema Tier drehen - sowohl privat als auch gewerblich. Und er weiß, worauf Sie achten sollten, damit es im Schadensfall kein böses Erwachen gibt. 
    Ich bin selber schon gespannt und freue mich auf den 1. Artikel, den ich für Sie im Juni einstelle.

    Sonntag, 29. Mai 2011

    Sind Hundetrainer Fachidioten?

    Die Psychologin Silke Wechsung hat Hundetrainer zu einem Forschungsobjekt gemacht. Im veröffentlichten Ergebnis kann man nachlesen, dass die Grundqualifikationen extrem variieren. Dies ist nichts Neues, denn der Beruf des Hundetrainers ist nicht geschützt.

    Interessant finde ich allerdings, an welchen Weiterbildungsinhalten Hundetrainer interessiert sind. Es werden deutlich mehr Seminare besucht, in denen es um das Thema "Hund" geht als um die professionelle Beratung von Hundehaltern.

    Liegt es daran, dass vielen Hundetrainern von Beginn an eine gute Ausbildung fehlt und sie sich nach und nach Wissen aneignen? Oder ist der Grund ein mangelndes Interesse für das andere Ende der Leine, den Kunden?

    Ich habe in meiner Zeit als Trainerin einige Kollegen kennengelernt und mich oft über die geringschätzende Art gewundert, mit der über die Hundebesitzer gesprochen wurde. Dabei kam die Erinnerung an meinen Mathe-Lehrer hoch, einen totalen Fachidioten. Sein Lieblingszitat war "das ist doch trivial". Ja, trivial für den, der es verstanden hat!

    Sind Hundetrainer auf ihrem Gebiet auch solche "Fachidioten"?
    Sind es die Hundebesitzer nicht wert, dass man sich in Kundenkommunikation fortbildet? 
    Je tiefer man sich in ein Thema einarbeitet, sei es Mathe oder Hunde, umso eher kann man den Bezug dazu verlieren, es anderen verständlich zu erklären.
    Aber genau das unterscheidet einen Profi von einem Fachidioten: Er kann selbst schwierige Themen so vermitteln, dass sie beim Gegenüber ankommen. Er zerlegt Wissen in kleine, verdauliche Häppchen und holt seinen Kunden genau da ab, wo er steht.
    Wenn ich wirklich etwas Positives für das Tier erreichen möchte, dann versetze ich mich in die Lage meines Kunden. Was braucht er? Wie erreiche ich ihn? Wie greife ich respektvoll in schwierigen Situationen ein? Wie gehe ich damit um, wenn sich unsere Ansichten grundlegend unterscheiden?

    Ein 2 Tages Basis-Seminar à la "Das 4 Ohren Prinzip" reicht da bei Weitem nicht aus. Wir brauchen keine Fachidioten im Hundetraining, sondern sozial kompetente und gut ausgebildete Personen, die sowohl die Arbeit mit Tieren als auch mit Menschen lieben.




    Donnerstag, 19. Mai 2011

    In Mini-Schritten zum Erfolg

    Wann haben Sie sich das letzte Mal etwas vorgenommen und sind dann in der Umsetzung gescheitert?
    Das passiert uns allen recht häufig und der Grund dafür ist meistens eine "ganz oder gar nicht" Mentalität. Diese mündet in Überforderung, Frust und letztendlich dem Abbruch des Vorhabens. Im Weg steht meistens der innere Schweinehund, den es zu überwinden gilt.

    Wenn Sie ein Ziel ganz sicher erreichen möchten, empfehle ich die Methode der kleinen Schritte. Nutzen Sie diese nicht nur für sich selber, sondern auch für Ihre Kunden. Anstatt sich etwas vorzunehmen, was in der Umsetzung schwierig wird, machen Sie zuerst den kleinsten, denkbaren Schritt.

    Ein Beispiel?
    Ein Kunde soll mit seinem Hund ein Signal trainieren. Er weiß aber nicht, wie und wann er das Training in seinen Alltag integrieren soll.
    Aufgabe: Jeden Tag soll er 1 Minute zum Üben verwenden, am besten immer zur gleichen Zeit (z.B. bei der Morgenrunde)
    So wird aus dem neuen Verhalten in kleinen Schritten eine Gewohnheit und das Training wird vermutlich schnell länger als 1 Minute dauern. Die 1. Hürde ist erfolgreich überwunden!

    Das Prinzip der kleinen Schritte lässt sich auch noch auf andere Bereiche anwenden. Wie genau? Das lesen Sie beim nächsten Mal!

    Mittwoch, 4. Mai 2011

    Ein starkes Motiv: helfen wollen

    Was ist Ihre größte Motivation, weshalb Sie in einem Tierberuf arbeiten? 
    Die meisten antworten hierauf, dass sie den Tieren helfen wollen.

    Wer anderen Menschen oder Tieren helfen möchte, muss zuerst einmal gut für sich selber sorgen. "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" - es heißt nicht "Liebe deinen Nächsten mehr als dich selbst".
    Je weniger Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse achten, umso kürzer können Sie anderen etwas geben.

    Wieso kürzer?
    Weil Sie relativ bald in eine Frustspirale fallen, die sich stetig nach unten dreht. Während Sie sich auf der einen Seite verausgaben, bekommen Sie auf der anderen nicht das zurück, was Sie sich erhoffen.

    Wie kommen Sie aus diesem Teufelskreis heraus und erhalten, auf lange Sicht, Ihre Motivation?
    Hier die 3 wichtigsten Punkte:
    1. Lernen Sie "nein" zu sagen und bauen Sie eine gesunde, berufliche Distanz auf
    2. Lassen Sie die Verantwortung beim Kunden
    3. Lernen Sie Ihren inneren Antreiber kennen, der Sie zum Helfen wollen antreibt. Entwickeln Sie ein "Pause-"Signal, sobald Sie den Impuls zum Helfen wollen wahrnehmen.
    Häufig stecken jedoch ganz persönliche Themen dahinter. Hier ist es sinnvoll, diese gut aufzuarbeiten, bevor Sie sich überengagiert in die Arbeit stürzen.

    Seien Sie sich selbst gegenüber ehrlich: Helfen hat Grenzen und es ist niemanden geholfen, wenn es Ihnen dabei nicht mehr gut geht!

    Mittwoch, 27. April 2011

    Ja, ich will!

    Ja, ich will - was soll denn das heißen? Geht`s ums Heiraten?
    Nein, es geht um das Thema Zustimmung bzw. um Kooperation statt Konfrontation.

    Stellen Sie sich folgende Szene vor: Sie erklären einem Kunden einen bestimmten Ablauf, sei es eine Behandlung oder eine Trainingsmethode.
    Plötzlich widerspricht Ihnen der Kunde, obwohl Sie es doch gerade haarklein erklärt haben?
    Ihr erster Impuls wäre es vielleicht zu sagen "das habe ich Ihnen ja gerade erklärt" oder "Das macht man heute so nicht mehr".
    Wie wirken diese Antworten auf Sie? Der Kunde wird vermutlich dicht machen oder auf seinem Standpunkt beharren.

    Kooperation statt Konfrontation bedeutet, den Kunden wirklich "abzuholen". Bezogen auf das o.g. Beispiel könnte sich das so anhören:
    • Gut, dass Sie noch einmal nachfragen. Anscheinend habe ich meine Informationen nicht verständlich genug rübergebracht.
    • Ich finde es super, dass Sie so präzise mitdenken. Ich möchte Ihnen den Ablauf gerne noch einmal aus meiner Sicht erklären.
    • Super, dass Sie das ansprechen. Mir ist es wichtig, dass wir gemeinsam Klarheit über den Ablauf haben.
    Ohne das Mitwirken des Kunden erzielen Sie keine Veränderung. Holen Sie sich also seine Zustimmung ab.

    Mittwoch, 20. April 2011

    Kleine Gesten....

    ....große Wirkung. Sie möchten, dass sich Ihre Kunden wohlfühlen und Ihnen treu bleiben? Dann investieren Sie in eine gute Kundebeziehung. Dabei geht es nicht um z.B. einen Stammkundenrabatt. Jeder von uns möchte als Mensch wahrgenommen und gesehen werden. Je aufmerksamer Sie Ihren Kunden gegenüber sind, umso besser:
    • Ihr Kunde hat beiläufig erzählt, dass er bald für ein verlängertes Wochenende an den Bodensee fährt? Sprechen Sie ihn im Nachhinein darauf an und zeigen Sie Interesse.
    • Dackel Fridolin hat bald Geburtstag? Überraschen Sie die Kunden mit einer kleinen Karte oder einem Minigeschenk.
    • Sie wissen, dass Ihr Kunde eine Schwäche für Schokolade hat und zwar nur für Zartbitter? Danken Sie ihm für seine Treue mit genau dieser Schokolade.
    • Neukunden besuchen Ihre Tierarztpraxis? Geben Sie Ihnen ein kleines "Startdankeschön" für den Erstbesuch mit, passend ausgerichtet auf das Tier plus eine Visitenkarte.
    • Ein neuer Kunde kommt auf Empfehlung eines anderes Kunden? Bedanken Sie sich persönlich bei dem Bestandskunden per Anruf oder einer Karte.
    Fazit: Seien Sie in der Gestaltung Ihrer Kundenbeziehungen aufmerksam und kreativ. Zufriedene Kunden empfehlen Sie weiter und das ist im Dienstleistungsbereich von großer Bedeutung.