Mittwoch, 30. März 2011

Die tückischen Wörtchen "nein" und "nicht"

"Rucken Sie bitte nicht an der Leine", "Geben Sie dem Hund keine Leberwurstbrote zwischendurch",
"Machen Sie keine langen Spaziergänge", "lassen Sie die Katze momentan nicht in den Garten"

Und was passiert? Der Kunde ruckt an der Leine, der kleine Schoßhund bekommt weiterhin seine Leberwurstbrote und die Katze kommt natürlich in den Garten! Und das, obwohl Sie doch genau gesagt haben, dass die Kunden das nicht machen sollen. 

Was läuft da falsch?
Unser Gehirn kann sich die Worte "nicht", "kein" oder "nein" nicht vorstellen, so dass aus Ihren Anweisungen lediglich der Rest übrigbleibt: "Rucken Sie bitte (...) an der Leine", "Machen Sie (...) lange Spaziergänge".


Diese Worte wegzulassen und stattdessen durch klare, positive Aussagen zu ersetzen, klingt so einfach und logisch. Leider schleichen sich solche Formulierungen schneller ein, als es einem lieb ist.
Wenn Sie daher feststellen, dass Ihr Kunde etwas ganz anderes macht, als Sie es ihm gegenüber gesagt haben, achten Sie beim nächsten Mal verstärkt auf Ihre Kommunikation. Formulieren Sie konkret, was der Kunde tun soll: "Halten Sie die Leine bitte locker, so dass sie durchhängt", "Machen Sie mit dem Hund Spaziergänge von maximal 20 Minuten Dauer".

Samstag, 26. März 2011

Ab Herbst 2011: Zusatzausbildung zum systemischen Hundetrainer

Was unterscheidet die Ausbildung "systemisches Hundetraining" von anderen Hundetrainer-Ausbildungen?

Viele Ausbildungsinstitute widmen den überwiegenden Teil dem Wissen rund um den Hund. Kommunikationstechniken für für die Arbeit mit dem Menschen werden oft nur an einem Wochenende behandelt.

Den Zugang zum Tier bekomme ich als Hundetrainer allerdings nur über den Menschen. Der Hund lebt nicht isoliert, sondern ist eingebunden in ein System, das sich wechselseitig beeinflusst. Manche Verhaltensprobleme lassen sich deshalb erst lösen, wenn der Blick auf das Gesamtgefüge gerichtet wird.

Die Ausbildung zum systemischen Hundetrainer ist stark ziel- und lösungsorientiert. Sie beinhaltet viele praktische Übungen und setzt voraus, dass Sie sich auch als Persönlichkeit entwickeln möchten.
Das integrierte Marketingmodul garantiert Ihnen, im Anschluss an die Ausbildung die richtigen Schritte in eine mögliche Selbstständigkeit zu gehen.
Mehr Informationen? Gibt es bei www.respektier.de (respekTier-Akademie)

Freitag, 18. März 2011

Seminar: Schluss mit Preisdumping

Da ich von so vielen Seiten auf dieses Thema angesprochen werde, biete ich am 14. Mai, 18. Juni und 09. Juli ein Seminar zu diesem Thema an.
"Schluss mit Preisdumping- so verdienen Sie das, was Ihre Arbeit wirklich wert ist"
Genaue Infos gibt es unter www.respektier.de (respekTier Akademie - für Tierberufe)

Wenn aus Kunden Freunde werden

Dieses Thema betrifft vor Allem Berufe wie z.B. Hundetrainer. Hier ist es meistens so, dass man die Kunden dutzt. Das hat durchaus Vorteile, denn es schafft eine vertraute und persönliche Atmosphäre.
Aber es kann auch Probleme bereiten, vor Allem, wenn man sich als Trainer nicht abgrenzen kann. Es gibt immer Kunden, mit denen man sich besser versteht als mit anderen. Wenn diese Kunden aber fragen, ob man sich z.B. mal zu einem gemeinsamen Spaziergang treffen soll, wird es schon schwierig. Wo zieht man die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben? Wie reagieren Sie, wenn solche Kunden um 20.00 Uhr abends anrufen und "nur mal kurz eine Frage haben"? Schnell wird aus einer kurzen Frage ein längeres Gespräch.
Besonders heikel wird es, wenn es um das Geld geht. Kann ich einem "Freund" den vollen Satz in Rechnung stellen oder mache ich lieber einen Freundschaftspreis, um die Beziehung nicht zu gefährden?

Seien Sie realistisch: In der Regel haben Sie bereits einen Freundes- und Bekanntenkreis. Es ist legitim, zu manchen Kunden einen besseren Draht zu haben als zu anderen und es kann sich auch mal eine echte Freundschaft entwickeln.
Wenn es jedoch darauf hinausläuft, dass diese "Freundes-"Kunden hauptsächlich kostenfrei von Ihrem Wissen profitieren möchten und sich Vorteile erhoffen, dann wahren Sie, in Ihrem Interesse, eine professionelle Ebene. Freundschaftspreise sollten eine Ausnahme darstellen und keine Verpflichtung. Wirkliche Freunde sind an Ihrem Wohlergehen interessiert und nutzen Sie nicht aus!


Montag, 14. März 2011

Wer`s glaubt....

...wird nicht zwangsläufig selig.
Die Rede ist von sogenannten Glaubenssätzen. Ein Glaubenssatz ist unsere persönliche Sicht auf die Welt und wird durch Erfahrungen/Erziehung gebildet. Es gibt förderliche Glaubenssätze wie zum Beispiel "was ich anpacke, das schaffe ich auch".
Aber es gibt auch hinderliche, zum Beispiel: "Geld verdirbt den Charakter" oder "als Mädchen macht man sowas nicht" oder "ein Indianer kennt keinen Schmerz".
Das Blöde an diesen Glaubenssätzen ist, dass wir sie nicht als solche wahrnehmen. Sie beeinflussen vielmehr aus dem Hintergrund unser Verhalten und wirken wie eine selbstbestätigende Prophezeiung. 


Warum schreibe ich Ihnen das?
Weil uns hinderliche Glaubenssätze das Leben schwer machen und Erfolg verhindern können. Wenn ich als Frau gelernt habe, immer nett sein zu müssen, wird es mir schwerfallen, mich durchzusetzen oder auch mal Grenzen zu ziehen.
Aber vor Allem das Thema "Geld" birgt einige Tücken, die sich in Kombination mit einem geringen Selbstwertgefühl rächen.


Glaubenssätze sind zum Glück nicht in Stein gemeißelt. Der erste Schritt ist es, sie zu erkennen und sie wertzuschätzen, denn sie haben bis heute einen wichtigen Dienst geleistet. Dann heißt es allerdings, aus einem hinderlichen Glaubenssatz einen förderlichen zu machen, damit Sie sich auf dem Weg zum Erfolg nicht selbst "ein Bein stellen"

Sonntag, 13. März 2011

So bitte nicht...

"Mein erster Hund war ein Dackel, den ich zu meinem 3ten Geburtstag geschenkt bekommen habe"
"Von meinem Taschengeld habe ich mir mein erstes Hundebuch gekauft"
"Hunde begleiten mich mein ganzes Leben lang"


Dies sind Originalbeispiele, gefunden auf Webseiten von Hundetrainern. Die Seite "Über mich" oder "zu meiner Person" erschlägt den Leser häufig mit kynologischen Werdegängen und Informationen, die die Welt nicht braucht.
Erstaunlich ist auch, dass die Seiten "Philosophie" oder "über mich" oft mit dem meisten Text versehen sind. 


Was ist aber das Ziel einer Webseite?
Eine Webseite dient dazu, dem Kunden einen groben Überblick über Ihre Dienstleistung zu geben. Sie ist, wenn man sie als professionelles Marketinginstrument betrachtet, ein Verkaufsmittel.


Im Vordergrund sollte also bei allen Texten stehen: Welchen Nutzen hat der Kunde! Welchen Nutzen hat der Kunde davon, dass Sie als 3jährige einen bissigen Dackel hatten oder Sie mit 7 Jahren ihren ersten Wellensittich bekommen haben?
Auch die gut gemeinte "Philosophie", die vor Allem Hundetrainern so sehr am Herzen liegt, muss den Kunden ansprechen und nicht Ihrem Mitteilungsbedürfnis dienen.
Welchen Vorteil hat der Kunde durch Ihre Philosophie? Was garantiert Sie ihm? Worauf kann er sich bei Ihnen einstellen?  


Fazit: Beschränken Sie sich in Ihrem Text auf das Wesentliche und versetzen Sie sich in die Lage des Kunden. Sprechen Sie Klartext und streichen Sie stattdessen Allgemeinfloskeln wie zum Beispiel "artgerechte Hundeerziehung". Erschlagen Sie den Kunden nicht mit Fachbegriffen, um möglichst kompetent zu wirken.
Wie so oft im Leben gilt: Weniger ist mehr!

Der allwissende Kunde

Na, fällt Ihnen dazu direkt ein Beispiel ein? Ein Kunde, der alles, aber auch wirklich alles besser weiß? Egal, welche Argumente Sie auch vortragen, nichts kommt an.
Die gemeinsame Arbeit entwickelt sich eher zu einer Wissensschlacht, als zu einer kooperativen Zusammenarbeit im Sinne des Tieres.

Was tun? Sie möchten dem Tier gerne helfen, prallen aber an der vermeintlichen Allwissenheit des Kunden ab.
Fakt ist: Wenn der Kunde alles wüsste, hätte er Sie nicht engagiert!
Oft geht es in diesem Moment um ein ganz anderes Thema als um das Demonstrieren seines Wissens: Es kann zum Beispiel ein unbewusstes Austesten Ihrer Person sein (Macht- bzw. Statusspiel).
Je mehr Sie sich darauf einlassen, umso schwieriger wird es, denn es geht nicht um die Sachebene des Wissens, sondern Sie befinden sich auf der Beziehungsebene. 


Wie geht man damit um?
Häufige Reaktion: Man will beweisen, dass man wirklich Ahnung hat und wirft ebenfalls mit Wissen um sich. Da wird auf Bücher und Studien verwiesen, auf die qualifizierte Ausbildung, die jahrelange Erfahrung...
Hilft das? Meistens nicht, denn im schlechtesten Fall geht der Kunde in eine innere Ablehnung und Sie erreichen ihn gar nicht mehr.


Meine Empfehlung:
Variante 1: Zeigen Sie Wertschätzung für das, was der Kunde alles weiß. "Ich bin beeindruckt, wie gut Sie informiert sind. Das zeigt, dass Sie sich wirklich interessieren. Gerne würde ich Ihnen ein paar weitere Aspekte aufzeigen, die für Ihr Problem hilfreich sein können."

Variante 2: Diese Variante erfordert Selbstsicherheit und Mut und darf nur mit absoluter Wertschätzung dem Kunden gegenüber angewandt werden. Sie kommt aus dem Provokativen Coaching und dient nicht dazu, den Kunden bloßzustellen! Sinn und Zweck ist es, dem Kunden auf eine ungewöhnliche Weise sein Verhalten zu reflektieren, zum Beispiel:" Herr/Frau x, Sie wissen soooo viel, dass ich völlig erschlagen bin! Da kann ich überhaupt nicht mithalten. Ich meine, ich arbeite seit  zig Jahren mit Hunden, habe eine Ausbildung gemacht und Sie schütteln das gerade mal so aus dem Ärmel? Eigentlich müsste ich IHNEN die Stunde bezahlen, bei dem, was ich hier alles lerne!"

Natürlich gibt es noch weitere Möglichkeiten, mit allwissenden Kunden umzugehen. Wie machen Sie es? Schreiben Sie mir Ihre "Geheimwaffe" und lassen Sie Ihre Kollegen von Ihrer Erfahrung profitieren.







Unbezahlte Arbeitszeit

Ich frage Sie mal ganz direkt: Was ist Ihnen ihre (Lebens-) Zeit wert? Wie oft kommt es vor, dass Sie ein Kunde zu einer unmöglichen Uhrzeit anruft und Sie in Beschlag nimmt? Haben Sie auch schon öfters Stunden überzogen, aber den Betrag dafür  unter den Tisch fallen lassen?

Ihr Engagement ehrt Sie! Und wahrscheinlich denken manche von Ihnen auch "ich mache das dem Tier zuliebe" oder "die Leute haben halt nicht so viel Geld" oder "ich habe einfach Spaß an dem was ich mache" oder "mir ist Geld nicht so wichtig".
Prima! Nur...können Sie davon leben?
Es ist absolut in Ordnung, Kunden entgegenzukommen. Wenn Sie allerdings von Ihrem Beruf leben möchten, sollten Sie sich auch wie ein Unternehmer verhalten und da gilt: Arbeitszeit = Lebenszeit!


Es gibt Kunden, denen man den kleinen Finger reicht und die einem den ganzen Arm ausreißen. Ständige Anrufe und Nachfragen, dauerndes Überziehen der Trainingsstunden usw. Diese Kunden verhalten sich Ihnen gegenüber respektlos und Sie lassen es zu.

Wenn jemand lediglich daran interessiert ist, von Ihrem Wissen zu profitieren, beutet er Sie aus. Und Sie lassen es unter Umständen zu, aus Angst, den Kunden zu verlieren. Aber mal ehrlich: Wollen Sie Kunden, die Sie ausnutzen?
Lassen Sie diese Kunden entweder ziehen. Oder stehen Sie für Ihre Bedürfnisse ein und stellen Sie Ihre Arbeitszeit konsequent in Rechnung.
Streichen Sie unzuverlässige, unfreundliche Kunden aus Ihrer Kartei und investieren Sie stattdessen in Kunden, die Ihre Arbeit zu schätzen wissen. Nur so behalten Sie langfristig den Spaß an Ihrer Arbeit und sorgen für zufriedene Kunden.






Tierisch erfolgreich?

Sie arbeiten mit Tieren und sind damit tierisch erfolgreich? Oder gilt stattdessen "viel Arbeit, wenig Lohn"?

Bestimmt würden viele antworten: "Mir geht es dabei gar nicht ums Geld, mir macht die Arbeit einfach Spaß!" und das ist auch gut so.
Aber schließen sich Spaß an der Arbeit zu haben und ausreichend Geld zu verdienen aus?
Aus meiner praktischen Erfahrung weiß ich, dass überwiegend Frauen in Tierberufen tätig sind. Bei einigen gibt es im Hintergrund noch einen Hauptverdiener, so dass sie nicht darauf angewiesen sind, sich mit ihrer Leidenschaft finanziell zu versorgen.
Es gibt aber ebenso Personen, die von diesen Beruf leben möchten oder müssen. Hier reicht die bloße Begeisterung für die Arbeit mit Tieren nicht mehr aus. Um seinen Lebensunterhalt sichern zu können, sind unter anderem diese Faktoren wichtig:
  • Spaß am Umgang mit den Menschen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Geduld
  • Empathie
  • Marketingwissen
  • ein hohes Maß an Flexibilität und Selbstmanagement
Bei "tierisch erfolgreich" finden Sie zu den verschiedensten Aspekten Tipps, Informationen und Hilfestellungen.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spaß bei der Arbeit und vor Allem...viel Erfolg!