Wenn man mit Menschen arbeitet, ist ein breites Spektrum an Kommunikationswissen sehr hilfreich, um besseren Zugang zum anderen zu finden. Deshalb stelle ich euch heute etwas aus dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP) vor, drei Repräsentationskanäle.
- visuell (mit den Augen)
- auditiv (mit den Ohren)
- kinästhetisch (spüren)
In der Regel hat jeder von uns zwei bevorzugte "Repräsentationskanäle".
Ein visueller Mensch nimmt seine Umgebung überwiegend mit den Augen wahr. Er denkt viel in Bildern und drückt sich auch in seiner Sprache bildlich aus. "Das ist doch klar", "Da sehe ich schwarz", "Es ist mir schleierhaft". Er kann Bilder in rasendem Tempo in seinem Kopf abrufen und ist in seiner Sprechweise häufig sehr schnell.
Den auditiven Typ erkennt man an Ausdrücken wie "Das hört sich gut an", "Das schreit zum Himmel", "Der will die erste Geige spielen". Er kann gut zuhören, spricht ruhig und achtet auf Wortwahl und Satzbau. Wenn er nachdenkt, denkt er in Worten und Sätzen statt in Bildern.
Der Kinästhet muss Dinge "begreifen", es "juckt" ihn nicht oder er könnte "aus der Haut fahren". Er spricht langsam und mit einer eher tieferen Stimme. Er will wissen, wie sich Dinge anfühlen und sucht z.B. häufiger Körperkontakt (Umarmung, kleine Berührungen).
Wenn nun zum Beipsiel der visuelle und der kinästhetische Typ aufeinandertreffen, wird es spannend. Der eine ist extrem schnell, dem anderen geht es zu schnell. Sie reden über das Gleiche und dennoch aneinander vorbei. Der eine fragt "Welche Bilder schießen dir dabei durch den Kopf?", der andere: "Wie fühlst du dich dabei?". All das kann dazu führen, dass die Informationen nicht beim Gegenüber ankommen.
Was bedeutet das für deine Arbeit?
Lerne zuerst einmal deinen eigenen Kanal kennen, indem du auf deine Sprache achtest. Dann kannst du im Alltag bei Gesprächen genauer hinhören und deine Wahrnehmung trainieren. Übe, dich in den anderen Kanälen auszudrücken und dein Repertoire zu erweitern. So kannst du deine Kommunikation gezielt auf deine Kunden ausrichten und sie erreichen - dem einen muss man Dinge zeigen, dem nächsten erklären und der dritte braucht "learning bei doing".
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