Mittwoch, 30. März 2011

Die tückischen Wörtchen "nein" und "nicht"

"Rucken Sie bitte nicht an der Leine", "Geben Sie dem Hund keine Leberwurstbrote zwischendurch",
"Machen Sie keine langen Spaziergänge", "lassen Sie die Katze momentan nicht in den Garten"

Und was passiert? Der Kunde ruckt an der Leine, der kleine Schoßhund bekommt weiterhin seine Leberwurstbrote und die Katze kommt natürlich in den Garten! Und das, obwohl Sie doch genau gesagt haben, dass die Kunden das nicht machen sollen. 

Was läuft da falsch?
Unser Gehirn kann sich die Worte "nicht", "kein" oder "nein" nicht vorstellen, so dass aus Ihren Anweisungen lediglich der Rest übrigbleibt: "Rucken Sie bitte (...) an der Leine", "Machen Sie (...) lange Spaziergänge".


Diese Worte wegzulassen und stattdessen durch klare, positive Aussagen zu ersetzen, klingt so einfach und logisch. Leider schleichen sich solche Formulierungen schneller ein, als es einem lieb ist.
Wenn Sie daher feststellen, dass Ihr Kunde etwas ganz anderes macht, als Sie es ihm gegenüber gesagt haben, achten Sie beim nächsten Mal verstärkt auf Ihre Kommunikation. Formulieren Sie konkret, was der Kunde tun soll: "Halten Sie die Leine bitte locker, so dass sie durchhängt", "Machen Sie mit dem Hund Spaziergänge von maximal 20 Minuten Dauer".

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