Freitag, 18. März 2011

Wenn aus Kunden Freunde werden

Dieses Thema betrifft vor Allem Berufe wie z.B. Hundetrainer. Hier ist es meistens so, dass man die Kunden dutzt. Das hat durchaus Vorteile, denn es schafft eine vertraute und persönliche Atmosphäre.
Aber es kann auch Probleme bereiten, vor Allem, wenn man sich als Trainer nicht abgrenzen kann. Es gibt immer Kunden, mit denen man sich besser versteht als mit anderen. Wenn diese Kunden aber fragen, ob man sich z.B. mal zu einem gemeinsamen Spaziergang treffen soll, wird es schon schwierig. Wo zieht man die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben? Wie reagieren Sie, wenn solche Kunden um 20.00 Uhr abends anrufen und "nur mal kurz eine Frage haben"? Schnell wird aus einer kurzen Frage ein längeres Gespräch.
Besonders heikel wird es, wenn es um das Geld geht. Kann ich einem "Freund" den vollen Satz in Rechnung stellen oder mache ich lieber einen Freundschaftspreis, um die Beziehung nicht zu gefährden?

Seien Sie realistisch: In der Regel haben Sie bereits einen Freundes- und Bekanntenkreis. Es ist legitim, zu manchen Kunden einen besseren Draht zu haben als zu anderen und es kann sich auch mal eine echte Freundschaft entwickeln.
Wenn es jedoch darauf hinausläuft, dass diese "Freundes-"Kunden hauptsächlich kostenfrei von Ihrem Wissen profitieren möchten und sich Vorteile erhoffen, dann wahren Sie, in Ihrem Interesse, eine professionelle Ebene. Freundschaftspreise sollten eine Ausnahme darstellen und keine Verpflichtung. Wirkliche Freunde sind an Ihrem Wohlergehen interessiert und nutzen Sie nicht aus!


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